Party Boarding to NYC

Die Fahrt von Washington D.C. war wieder kein großes Vergnügen, der Bus war bis auf den letzten Platz besetzt und der Busfahrer nicht der bester Vertreter des Servicegedankens. Wenigstens war er durch seine Nuschelei manchmal gut für einen Lacher. Als es zum Einsteigen ging, raunte der Fahrer etwas von Party Boarding. Geil! Party nach New York! Ja, ne. Nix da. Er meinte Priority Boarding. Schade, aber wäre auch gelogen gewesen. Die Fahrt war absolut keine Party.

Am ersten Tag in New York ging es morgens nach Brooklyn. Hauptsächlich für den Vintage-Store Beacon’s Closet, nahe der Bedford Avenue. Leider war das Geschäft wegen des Todesfall eines Angestellten geschlossen. Na toll! Um nicht völlig umsonst da gewesen zu sein, frühstückten wir beim besten Bagelstore Brookylns und schauten in paar Geschäften in der Bedford rein. Zurück ging es mit der Metro zum Battery Park.

Der Park liegt direkt am Wasser, nahe des Clinton Castle und den Ablegestellen für die Fähren nach Liberty Island oder Staten Island. Weil wir weniger die Lust verspührten für die Fähre nach Ellis Island und der Liberty Island Geld zu bezahlen und dann noch ewig anzustehen, gingen wir zur Staten Island Ferry und fuhren mit dieser kostenlos nach Staten Island und zurück. Von der Fähre hatte man einen guten (aber entfernten) Blick auf die Freiheitsstatue und der Skyline von Manhatten.

Unsere Frisuren waren spätestens nach der Fahrt mit der Fähre nicht mehr vorhanden. Wäre das nicht der Fall gewesen, wären die Haare spätesens in den Straßenschluchten Manhattens zerstört worden. Der Tag bot zwar Sonne, aber die starken Winde in den Straßen ließen einen doch frösteln (6°C real, 2°-0°C gefühlt). Unser Weg von der Fähre führte uns zur Wall Street und dann zum Ground Zero. Am Platz, wo früher die Twin Towers standen, konnte man den Fortschritt des One World Trade Center (früher Freedom Tower) betrachten. Sie kommen voran; die Form ist aber noch nicht wirklich zu erkennen. Aber der soll ja auch erst in 2 Jahren fertig sein.

Die Baustelle des One World Trade Center

Kurze Zeit später verließen wir den Financial District und marschierten auf der Brookyln Bridge, um Manhatten von einer anderen Seite zu sehen – und zu fotografieren. Wir schafften bzw. wollten es nur bis zum ersten Pylon. Danach ging es zurück. Ein kleiner und oberflächlicher Abstecher nach Chinatown und Little Italy folgte. Im kleinen Italien New Yorks suchten wir Lombardi’s Pizza auf, laut eigener Aussage die erste und älteste Pizzeria Amerikas. Zu essen gab es die einfache Pizza (Margarita) in der großen Ausführung, 8 Slices. Davon wurde man gut satt. Mit dickem Bauch, es war auch schon dunkel, ging es weiter. Wir suchten den Weg zu einer Rooftop Bar und verliefen uns natürlich anfangs, bzw. wir liefen in die falsche Richtung.

Rooftop Garden, so der Name der Bar an der Ecke 5th Avenue/27th Street, versprache eine luftige Aussicht über Manhatten. Das stimmte so halb. Die Spitze vom Empire State Building erkannte man ohne auf-die-Zehenspitzen-stellen. Der Rest wurde von hübschen, kleinen Bäumchen verdeckt, die ringsrum am Terassengeländer standen. Für Fotos musste ich mich auf die Bänke stellen. Ansonsten bot die Bar windige Atmosphäre. Damit man nicht fröstelte, gab es lustige Rotkäppchen-Roben. Für zusätzliche Wärme sorgten unsere Schokoladen. Ja, lieber warme Schokolade statt Cocktails in einer Rooftopbar als am nächsten Tag kränklich!

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