Urlaub ist schon toll. Nicht nur, dass man Orte in fernen und fremden Ländern bereisen kann, man verliert auch irgendwann das Zeitgefühl. Eigentlich das beste, was einem im Urlaub passieren kann. Doch was man anfangs als positiv empfindet, wird spätestens dann etwas gefährlich, wenn man eine Rundreise macht und nicht alle Hotels fix gebucht sind. Ist heute Mittwoch? Oder erst Dienstag? Ab wann haben wir das Hotel? Bis wann? Wie?
Hintergrund ist bei uns der: Hotel für San Francisco wurde bereits vor’m Verlassen Deutschlands gebucht. Der Rest an der Westküste nicht. Kurz vor der Fahrt nach Mariposa und Yosemite stellten wir fest, dass wir einen Tag vergessen hatten. In Mariposa wollten wir zwei Nächte bleiben, bis zum 16., das Hotel in Frisco haben wir aber erst ab dem 17. März. Ein Tag fehlt. Was machen? In der verschlafenen Kleinstadt bleiben? Ne. Bereits einen Tag früher in San Francisco absteigen? Zu kompliziert, weil Hotel online gebucht.
Als Lösung fiel mir Berkeley ein. Da soll es ja auch recht schön sein; es ist eine Uni-Stadt und liegt an der San Francisco Bay. Also losgefahren! Nach etwa drei Stunden Autofahrt kamen wir in der Stadt der Universität Kaliforniens an (den fast schon obligatorischen Stop bei einem Outlet erwähne ich jetzt mal nicht). Berkeley sieht schon etwas „kleiner“ und „niedlicher“ als Los Angeles aus und gibt hoffentlich den richtigen Vorgeschmack auf San Francisco. Wir checkten schnell im Super 8, einem Motel, ein und machten uns dann auf Sightseeingtour.
Der Sather Tower war unser erstes Ziel. Der Turm ist wohl das bekannteste Gebäude Berkeleys und ermöglich die Aussiche auf die Bay samt Golden Gate Bridge. Leider war es etwas diesig, so dass man die Brücke nur schwach am Horizont ausmachen konnte. Die Skyline von San Francisco war besser zu erkennen. Nachdem wir wieder unten waren, steuerten wir etwas ziellos auf dem Campus umher. Irgendwann stießen wir dabei auf höhere Mauern mit halboffenen Toren. Neugierig huschten wir durch und fanden uns schließlich im Baseballstadion der Cal (University California) wieder.
Wir schauten das bereits im sechsten Inning befindliche Spiel für etwa eine Viertelstunde an und merkten dabei, dass wir keine Ahnung vom Sport haben. Ja, natürlich. Dass es Werfer und Schläger gibt, ist bekannt. Auch, dass bei einem erfolgreichen Treffer so schnell und weit wie möglich im Kreis gerannt werden muss um zu punkten. Von Wii Sports bekam ich dann noch das Halbwissen, ab wann es bei einem Schlag Foul sei oder nicht. Aber da hörte es dann auch auf. Werfer können wohl auch foulen. Außerdem sind wohl mehr als drei Strikes möglich, wenn irgendwas ist, was uns scheinbar entging. Dem Treiben sahen wir etwas belustigt zu, empfanden es aber als recht langweilig. Als die Heimmanschaft punktete, der Schiri dann aber wegen wasweißichdenn abpfiff, den Punkt einkassierte und dann noch die Gäste an die Schläger ließ, fing das Publikum an zu pöbeln. Daraufhin beschlossen wir diese komische Sportart (erinnert sich jemand an Brennball in der Schule?) sich selbst zu überlassen und verließen das Spiel.
Durch die Stadt liefen wir genauso planlos wie auf dem Campus zuvor. Allein der Rat des Reiseführers „wenn vor einem Geschäft eine Menge Studenten ansteht, ist es entweder günstig, gut oder beides“ hatten wir im Kopf. Irgendwann stießen wir auf C.R.E.A.M. – Cookie Rule Everything Around Me. Davor: Eine Menschenmenge. Frische Sandwich-Cookies mit Eis dazwischen? Mjam, klang lecker. War es auch. Das Essen war jedoch eine kleine Sauerei, weil die Cookies warm waren und das Eis dementsprechend schnell geschmolzen ist. Ich hatte im Übrigen einen White Chocolate Macadamia Nut Cookie mit Golden Gate Caramel Swirl. Leeeeecker und danach war man auch erstmal satt. (Abends gab es vor dem Laden eine noch längere Menschenschlange. Verständlich. Sieh auch Fotos unten).
Nach der kleinen Bombe ging es dann weitere durch die Stadt. Wirklich viel kam dabei aber nicht heraus. Außer das wir am Abend nochmals den Ratschlag mit der Menschenmenge befolgten und uns auf der Straße für das Café Intermezzo anstellten. Planlos eben. Das Intermezzo bot gigantisch große und leckere Salate für wenig Geld (Siehe Bilder). Wer in Berkeley ist, muss defintiv bei beiden Läden vorbeischauen. Ein Fest für den Gaumen!
Fotos:



wenn ihr aus berkeley startet, dann fahrt am besten nicht über die bay bridge sondern nehmt den umweg über richmond und san rafael in kauf. ihr könnt dann einen hlaben tag im schönen muir woods national park rumlaufen, zum hammer aussichtpunkt „hendrik point“ auf der anderen seite der golden gate, mit blick auf s.f. und dann weiter über die brücke in die stadt. lohnt sich absolut. wenn ihr in die stadt rein fahrt über die golden gate berechnen die glabue ich 6$ toll. am besten passend haben! viel spaß. http://www.radmann.net/traveling/san-francisco/
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Hehe … ohne deinen Blog gelesen und deine Infos gehabt zu haben, fuhren wir auch zum muir park und danach zum aussichtspunkt. wir nahmen aber die richmond-san rafael bridge – war einfacher von berkeley. und die 4dollar maut sind dann auch egal 😉