Hoover und der Rand der Schlucht

Ausgeschlafen ging es früh um halb neun Uhr mit dem Auto aus dem Parkhaus rauf auf die leeren Straßen Las Vegas‘. Beim Weg zum Hoover Dam fuhren wir natürlich glatt falsch. Wir nahmen die Interstate Richtung Los Angeles; einen Tag zu früh. Schuld daran war natürlich ausschließlich unser Navi (iPhone)! Es wollte einfach kein GPS-Signal bekommen. Bis mir Intelligenzbestie irgendwann einfiel, das gute Telefon aus dem Flugmodus zu holen und eine GPS-Verbindung zu ermöglichen. Tz, wieso gibt das Teil auch keinen Hinweis … ne, ne, ne! Danach ging jedenfalls alles glatt. Das Navi lotste uns zuverlässig zum Hoover Dam.

Hover Dam, die Brücke ist die Interstate

Auf dem Damm trafen wir auch wieder die Anderen, die ich einen Tag vorher verschlafen hatte. Ein paar Touri-Fotos und netten Smalltalk später, stieg jeder in seine Autos, um die beiden unterschiedlichen Ziele beim Grand Canyon anzufahren. Bevor wir uns auf der Interstate trennten, trieben wir noch eine zeitlang das kindische „wenn du mich überholst, überhole ich dich gleich wieder“-Spiel. Was wir natürlich gewannen. Ich ließ sie 50 Meilen lang und mit etwa 300 Meter Abstand im Glauben, sie hätten uns abgehängt, um sie auf den letzten gemeinsamen Metern mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit zu überholen und dann sofort die Abfahrt zu nehmen. Sie sahen nur noch den runden Hintern unseres Corollas!

Unser weiterer Weg führte uns zum Grand Canyon West, dem Reservat des Hualapai-Stammes. Der Weg dahin führte uns durch die Einöde Arizonas mit Bergen, Kakteen und am Straßenrand freilebenden und -liegenden Kühen. Die Verbindung zum Reservat des Indianerstammes und der Straßen des Staates Arizonas war eine abendteuerliche rough road. Schottrige Schlangenlinienstraßen, zwischen Bergen, bei der das ABS gut zu tun bekam, wenn man Kurven etwas zu schnell nahm und die Reifen Probleme mit dem Boden hatten.

Das Reservat der Hualapai-Indianer ist am South Rim des Grand Canyon gelegen und bietet als große Touristenattraktion den Skywalk. Der Skywalk ist ein gläsernder Rundgang, der freischwebend an der Schlucht über dem Colorado River gebaut wurde. Vor Ort mussten wir aber feststellend, dass die Ureinwohner sich das golden bezahlen lassen wollen. Wir wussten, dass der Skywalk 30$ machen sollte. Aber damit wir dahin kommen, sollten wir noch mal 43$ für das Recht zum Betreten des Reservat lösen. Auf dem Skywalk durfte man keine Kameras und Handys mitnehmen, was das ganze Spektakel dann doch etwas unattaktiver machte. Uns war es schlussendlich zu teuer. Wir wollten aber auch nicht umsonst den langen Weg gefahren sein. Daher gaben wir den Rothäuten ihre 43$, um zumindest das Reservat betreten und an die Schlucht des Canyon gehen zu können. Eine gute und richtige Entscheidung.

War der erste Aussichtspunkt, der Eagle Point, zwar spektaluär aber nicht sonderlich groß, war der zweite von den Indianern eingerichtete Punkt, der Guano Point, super. Man hatte von den Felsen eine großartige Übersicht über die Schlucht und den Grand Canyon. Das Gesteinswerk ist wirklich atemberaubend und auf Fotos nur schwer festzuhalten. Ungewöhnlich und auch gefährlich war das Fehlen eines Sicherheitszaun. Jeder konnte so weit an den Rand des Canyon wie er sich traute. Was unter Umständen natürlich auch mehr als in die Hose gehen kann. Der Skywalk ist, ohne dass wir jetzt drauf waren, nur halb so groß wie man sich vielleicht denkt. Es wird sicher eine krasse Erfahrung sein, wenn man hunderte Meter direkt unter seinen Füßen runterschauen kann. Wir bedauerten unsere Entscheidung dennoch nicht. Der Canyon war so schon unglaublich genug.

Als wir in Las Vegas zurückkamen, war es bereits dunkel und die Casinostadt glitzerte wieder in allen Farben. Wir fuhren direkt nach dem Parken auf unseren Turm, dem Stratosphere Tower, und bestaunten die 280 Meter hohe Aussicht auf Las Vegas bei Nacht. Den restlichen Abend verbrachten wir wieder auf dem Strip, besuchten die großen Casinos bis unsere Beine schmerzten, am letzten Abend in Vegas.

Fotos:

3 Kommentare

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  1. Claudiiiiiiiiii says:

    zu DEINEM GPS-Fail möchte ich dir gratulieren und gerne „jemanden“ zitieren:

    „Er fuhr aus Frankfurt (Main!) irgendwie falsch raus und landete in Berlin! Wie dumm kann man denn sein?! Autofahren ist neuerdings rocket science?!“

    haahaaa… zu dem funzt der link in der timeline nicht wirklich. die error sagt ich soll nicht gleich weinen sondern dich fragen was da los is…. also? was da los, gott? ^^

  2. Claudiiiiiiiiii says:

    shut up! es wissen eh alle – inkl. er selbst – das fabi ein gott ist. deswegen isses kein schleimen. du bist ja nur neidisch das dich niemand so nennt… haahaaa…

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